Mit Argongas gefüllte Gläser erfreuen sich bei Kunden immer größerer Beliebtheit, aber warum sollte man sie damit füllen?
Durch die Gasfüllung wird der Druckunterschied zwischen Innen- und Außendruck verringert, der Druckausgleich aufrechterhalten und das Risiko von Glasbruch durch Druckunterschiede reduziert. Dadurch wird der Wärmedurchgangskoeffizient (Wärmedämmwert) des Isolierglases effektiv verbessert, die Kondensation an der Innenseite verringert und der Komfort erhöht. Das heißt, das gefüllte Isolierglas neigt weniger zu Kondensation und Frostbildung, wobei nicht gefülltes Glas jedoch nicht die direkte Ursache für Beschlagen ist. Aufgrund seiner Eigenschaften als Edelgas verlangsamt Argon die Wärmekonvektion im Isolierglas und verbessert dessen Schall- und Geräuschdämmung erheblich. Die Argonfüllung erhöht zudem die Festigkeit großflächiger Isolierglasscheiben, sodass ein Einstürzen in der Mitte aufgrund mangelnder Stabilität verhindert und die Windbeständigkeit erhöht wird. Da das System mit trockenem Inertgas gefüllt ist, kann die mit Wasser vermischte Luft im mittleren Hohlraum verdrängt werden, wodurch die Umgebung im Hohlraum trockener bleibt und die Lebensdauer des Molekularsiebs im Aluminium-Abstandhalterrahmen verlängert wird. Bei Verwendung von strahlungsarmem Low-E-Glas oder beschichtetem Glas schützt das eingefüllte Gas, da es sich um ein inertes Inertgas handelt, die Beschichtung, reduziert die Oxidationsrate und verlängert die Lebensdauer des beschichteten Glases.
Veröffentlichungsdatum: 17. März 2022


